Reinigung und Entfettung
Öle, Fette, Partikel und Bearbeitungsrückstände zuverlässig entfernen, ohne den Folgeprozess unnötig zu belasten.


Industrielle Oberflächenvorbehandlung
Stabile Badführung, saubere Bauteile und verlässliche Haftung entstehen, wenn Chemie, Wasser, Temperatur, Zeit und Anlagentechnik zusammenpassen.
Reinigung und Vorbehandlung
Reinigung, Entfettung, Spülen und chemische Vorbehandlung bestimmen, ob Beschichtung, Verklebung oder Korrosionsschutz reproduzierbar funktionieren. Kleine Abweichungen bei Wasser, Temperatur, pH oder Dosierung zeigen sich später als Haftungs- und Qualitätsproblem.
Öle, Fette, Partikel und Bearbeitungsrückstände zuverlässig entfernen, ohne den Folgeprozess unnötig zu belasten.
Behandlungsbäder so führen, dass Haftung, Korrosionsschutz und Bauteilqualität dauerhaft reproduzierbar bleiben.
Wasserqualität, Kaskaden, Leitfähigkeit und Verschleppung bewerten, um Chemieverbrauch und Störungen zu reduzieren.
Oberflächenvorbehandlung · Nanokeramik
Gardobond-X-Systeme basieren auf Zirkonium- und Titan-Dünnschichttechnologie. Sie sind für Aluminium und Multimetall-Anwendungen ausgelegt und verbinden Korrosionsschutz sowie Lackhaftung mit einer ressourcenschonenderen Prozessführung. Ob und wie eine Umstellung sinnvoll ist, wird immer anhand von Werkstoffen, Beschichtung, Anlagenzonen und Qualitätsanforderungen geprüft.
Stahl, verzinkte Oberflächen und Aluminium können je nach Freigabe und Anlagenkonzept in einer gemeinsamen Multimetall-Prozessfolge vorbehandelt werden.
Gegenüber klassischer Phosphatierung sind niedrigere Prozesstemperaturen und ein deutlich geringerer Schlammanfall möglich. Das reduziert Heizbedarf, Wartung und Entsorgungsaufwand.
Je nach Bauteilverschmutzung und Anlagentechnik lassen sich Reinigungs- und Vorbehandlungsschritte neu ordnen oder zusammenfassen. Die Eignung wird durch Versuche und Qualitätsprüfungen abgesichert.
Technischer Vergleich
Die tatsächlichen Werte hängen von Anlage, Werkstoffmix, Wasserqualität und eingesetztem Produktsystem ab.
| Kriterium | Eisenphosphatierung | Nanokeramik / Gardobond X2020 |
|---|---|---|
| Schichtprinzip | Klassische Phosphat-Konversionsschicht | Zr-/Ti-basierte Dünnschicht-Konversion |
| Prozesstemperatur | Häufig beheizter Prozess | Niedrige Temperaturen bis Umgebungstemperatur können möglich sein |
| Schlammanfall | Prozessbedingt regelmäßiger Phosphatschlamm | Typischerweise deutlich geringerer Schlammanfall |
| Werkstoffmix | Auslegung häufig stärker werkstoffbezogen | Für Aluminium und Multimetall-Substrate ausgelegt |
| Badbelastung / Leitfähigkeit | Je nach Verfahren höhere Salz- und Ionenfracht möglich | Oft niedrigere Badbelastung; Sollwerte ergeben sich aus aktuellem TDS und Anlagenversuch |
| Energie und Wartung | Höherer Heiz-, Filter- und Entsorgungsaufwand möglich | Reduktionspotenzial bei Energie, Schlamm, Wasser und Wartung |
Die Tabelle beschreibt typische technologische Unterschiede. Sie enthält keine garantierten Anlagenwerte. Verbindliche Betriebsparameter werden aus dem aktuellen technischen Datenblatt, Laborversuchen und der konkreten Anlagenaufnahme abgeleitet.
GSB-regulierte Beschichtungsbetriebe
Werden in einem GSB-regulierten Betrieb chromfreie oder chrom(VI)-freie Vorbehandlungssysteme eingesetzt, ist die GSB-Geschäftsstelle schriftlich zu informieren. Das gilt auch für einen Probebetrieb von mehr als vier Wochen. Für GSB-konforme Beschichtung dürfen nur entsprechend zugelassene Systeme und Materialien eingesetzt werden.
Die Beratung umfasst bestehende Spritz- und Tauchanlagen ebenso wie neue oder umzustellende Prozesse. Bewertet werden Werkstoffe, Verschmutzung, Anlagenzonen, Behandlungszeiten, Temperaturen, Wasserqualitäten und die Anforderungen der nachfolgenden Beschichtung.
Ein Vorbehandlungsbad kann nur stabil laufen, wenn Wasser, Eintrag, Mechanik, Zeit, Temperatur und Nachdosierung zusammenpassen. Deshalb wird die gesamte Prozesskette bis zur Beschichtung und Abwasserbehandlung betrachtet.
Prozesskette
Öle, Fette, Späne, Oxide und Werkstoffzustand erfassen.
Chemie, Mechanik, Temperatur und Behandlungszeit abstimmen.
Konversion oder Passivierung kontrolliert und reproduzierbar führen.
Grenzwerte, Prüfungen und Anlagenhistorie dauerhaft dokumentieren.
Verwandte Prozessbereiche
Wasserqualität, Chemie, Anlagenführung und Abwasser beeinflussen sich gegenseitig. Deshalb werden die angrenzenden Bereiche bei der Analyse mitgedacht.
Häufige Fragen
Je nach Verfahren sind unter anderem Konzentration, pH-Wert, Leitfähigkeit, Temperatur, Behandlungszeit und Spülwasserqualität relevant. Die Sollwerte müssen zum eingesetzten System passen.
Häufige Ursachen sind Verschleppung, geänderte Bauteilverschmutzung, falsche Temperatur, schwankende Konzentration, belastete Spülen oder ungleichmäßige Mechanik.
Oft lassen sich bereits über Badführung, Dosierung, Spülkaskaden, Kontrollintervalle und organisatorische Maßnahmen deutliche Verbesserungen erreichen. Ob Technikänderungen nötig sind, zeigt die Anlagenaufnahme.
Nanokeramische Zirkonium- und Titan-Dünnschichtverfahren erzeugen eine sehr dünne Konversionsschicht. Sie können mehrere Metallsubstrate abdecken und je nach Anlagenkonzept bei niedrigerer Temperatur sowie mit deutlich geringerem Schlammanfall betrieben werden.
Bei GSB-regulierten Beschichtungsbetrieben muss der Einsatz eines chromfreien oder chrom(VI)-freien Vorbehandlungssystems der GSB-Geschäftsstelle schriftlich gemeldet werden. Das gilt auch, wenn ein Probebetrieb länger als vier Wochen dauert.
Sie erhalten eine klare Einschätzung zu Ursache, Messwerten und den nächsten sinnvollen Schritten.