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KSS-Ratgeber

Korrosion im Kühlkreislauf: Ursachen erkennen und stoppen

Rostansätze an frisch bearbeiteten Bauteilen oder an der Maschine selbst gehören zu den teuersten Folgeschäden eines instabilen Kühlschmierstoffs – Nacharbeit, Reklamationen und im schlimmsten Fall Schäden an der Anlage selbst sind die Folge.

Korrodierter Maschinenflansch vor einem industriellen Kühlkreislauf
Symbolbild: Korrosion weist häufig auf Unterkonzentration, pH-Abfall, Aufsalzung oder unzureichende Filtration hin.
Das Wichtigste zuerstKorrosionsursachen zwischen Konzentration, pH-Wert, Spänen und Wasserqualität eingrenzen.

Rostansätze an frisch bearbeiteten Bauteilen oder an der Maschine selbst gehören zu den teuersten Folgeschäden eines instabilen Kühlschmierstoffs – Nacharbeit, Reklamationen und im schlimmsten Fall Schäden an der Anlage selbst sind die Folge.

Warum entsteht Korrosion?

  • Unterkonzentrierter Kühlschmierstoff. Der enthaltene Korrosionsschutz ist proportional zur Konzentration – ist diese zu niedrig, sinkt der Schutz unmittelbar mit.
  • Starker pH-Abfall. Ein saureres Milieu begünstigt Korrosion zusätzlich zur reinen Unterkonzentration.
  • Späne, Abrieb oder hohe Aufsalzung. Metallische Partikel im System oder eine hohe Salzkonzentration (z. B. durch Verdunstung und Aufkonzentrierung von Härtebildnern) wirken als zusätzlicher Korrosionstreiber.

Sofortmaßnahmen

  1. Konzentration erhöhen, um den Korrosionsschutz wiederherzustellen – per Refraktometer kontrolliert, nicht nach Gefühl.
  2. Späne entfernen und Filtration prüfen. Metallische Rückstände im System begünstigen weitere Korrosion und sollten zeitnah entfernt werden.
  3. Laboranalyse oder Spänetest durchführen, um festzustellen, ob bereits ein grundsätzliches Ungleichgewicht (z. B. hohe Aufsalzung) vorliegt, das über die reine Konzentrationskorrektur hinausgeht.

Wie Sie Korrosion dauerhaft vorbeugen

  • Konzentration und pH-Wert nach festem Messplan kontrollieren, nicht erst bei sichtbarem Rost
  • Filtration und Späneaustrag regelmäßig warten
  • Bei Anlagen mit hoher Verdunstung: Härtegrad und Aufsalzung im Blick behalten und bei Bedarf Absalzwasser ableiten

Wann sich eine Prozessberatung lohnt

Wiederkehrende Korrosion trotz korrekter Konzentration deutet meist auf ein tieferliegendes Problem hin – etwa eine ungünstige Wasserqualität oder eine Anlagenauslegung, die eine Aufsalzung begünstigt. Das lässt sich zuverlässig nur mit einer Vor-Ort-Analyse und Laborbewertung einordnen.

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Häufige Fragen

Fragen zum Thema

Warum entsteht Korrosion im Kühlkreislauf?

Häufige Ursachen sind ein unterkonzentrierter Kühlschmierstoff, ein starker pH-Abfall sowie Späne, Abrieb oder eine hohe Aufsalzung im System.

Was hilft sofort gegen Korrosion im Kühlkreislauf?

Die Konzentration erhöhen, Späne entfernen und die Filtration prüfen sowie eine Laboranalyse oder einen Spänetest durchführen, um die genaue Ursache zu klären.

Störung nicht nur überdecken.

Anlage, Wasser, Kühlschmierstoff und Messwerte gemeinsam bewerten lassen.

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