Eine zu hohe Konzentration ist im ersten Moment weniger dramatisch als eine zu niedrige – kann aber unbemerkt zu erhöhtem Verbrauch, Hautreizungen bei Mitarbeitenden und stärkerer Schaumneigung führen, wenn sie nicht korrigiert wird.
Warum steigt die Konzentration an?
- Sehr niedriger KSS-Füllstand. Verdunstet mehr Wasser als Konzentrat, steigt die Konzentration automatisch an, ohne dass jemand aktiv nachdosiert hat.
- Emulsion zu hoch angesetzt. Beim Neuansatz oder Nachsetzen wurde mehr Konzentrat zugegeben als für die Zielkonzentration nötig – oft, weil per Augenmaß statt mit Refraktometer gemessen wurde.
Sofortmaßnahmen
- Emulsion nachsetzen und erneut messen. Frische, korrekt angesetzte Emulsion zugeben und die Konzentration per Refraktometer kontrollieren.
- Konzentration langsam absenken. Über eine geringe Nachsatzkonzentration schrittweise senken – nicht auf einen Schlag.
- Kein klares Wasser direkt zugeben. Reines Wasser destabilisiert die Emulsion und kann zu Entmischung, Geruch oder Schaumbildung führen.
Wie Sie einer erneuten Überkonzentration vorbeugen
- Refraktometer-Messung statt Augenmaß beim Ansetzen und Nachsetzen
- Füllstand regelmäßig kontrollieren, besonders bei Anlagen mit hoher Verdunstung (offene Becken, warme Umgebung)
- Nachdosierkonzept mit festen Intervallen statt unregelmäßigem Nachsetzen „nach Gefühl"
Wann sich eine Prozessberatung lohnt
Wenn die Konzentration wiederholt aus dem Zielbereich läuft, obwohl regelmäßig gemessen wird, liegt die Ursache oft nicht im Messwert selbst, sondern im Nachdosierkonzept oder der Anlagenauslegung – das lässt sich in einer Vor-Ort-Analyse zuverlässiger klären als durch weiteres Nachjustieren.


